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Kinder brauchen nicht viel fürs Sommerferienglück!

Liebe Eltern,

soeben, an einem gemütlichen Sommerabend, habe ich mir eine Radiosendung Südwestrundfunk (SWR) angesehen, die zeigte, wie das Ferienmachen für Familien in den Anfängen des Tourismus im Südwesten aussah. Alte Autos waren zu sehen, vollgepackt, mit denen Familien aus nördlichen Bundesländern in ihre Ferien in die südlichen Bundesländer zockelten. Ferien im Zelt am Bodensee oder in einfachen Wohnwägen, oder in den ersten Fremdenzimmern mit minimaler Ausstattung in den Bauernhäusern im Schwarzwald.

Junge springt vom Steg in den See

Erwachsene in der Sendung, die schilderten, mit welchen (Sommer-)Gerüchen ihre Erinnerungen verbunden sind, mit wie wenig Komfort alles einher ging, aber welches Glück es bedeutete, als Familie auf diese Weise einige Zeit in die Ferien fahren zu können – meist immer wieder an dieselben Orte, auch oftmals zu denselben Menschen. Dass regelrechte Freundschaften entstanden sind (die oft bis heute bestehen) zwischen den gastgebenden Familien und den Gästen; Erwachsene, die erzählten, dass sie als Kinder der gastgebenden Familie gleich schon glücklich waren, wenn sich Gäste mit Kindern anmeldeten  – und wie dann tagelang, unbeaufsichtigt, herrliche, unendliche Stunden des gemeinsamen Spielens unter „Stadt-“ und „Land-Kindern“ stattfanden.

Alle, die erzählten, schmunzelten über die Einfachheit des Zusammenlebens damals, mit wie wenig sich Gäste (und Gastgeber) zufrieden gaben;  und alle strahlten noch immer, wenn es um die Erinnerung an die wunderbaren menschlichen Begegnungen ging, unter allen Kindern und unter allen Erwachsenen.

Gemeinsame Zeit, Spiel und andere Kinder machen die Ferien perfekt, auch ganz ohne Luxus

Es scheint, dass herrliche Ferien weitaus weniger von Komfort oder großen Distanzen abhängig sind als wir immer wieder meinen, aber sehr abhängig sind von schön verbrachter gemeinsamer Zeit, unter Kindern fürs ausgedehnte  Spielen, unter Erwachsenen für ihre Gespräche über alles, was Erwachsene schon immer in ihren unterschiedlichen Lebenswelten bewegte und heute gleichermaßen bewegt.
Die heute noch strahlenden Gesichter der Erzählenden, wie sie verblüffende Ferien-Details (z.B. wie die Damen unter den Gästen das warme Wasser aufs Zimmer gebracht bekamen und die Herren sich durchaus noch im Hof am Brunnen wuschen) in herrlicher Einfachheit zu den „alten“ Bildern im Film erzählten, dieses Strahlen sprach Bände …
Gut, dass wir es auf diese Weise nicht vergessen: Es braucht ganz offensichtlich wirklich nicht den Komfort im Äußeren, um bleibende, wunderschöne Erlebnisse mit Anderen zu teilen und sich gerne dran zu erinnern. Alles andere war nicht wichtig …

Wir kennen das alle auch, oder?
Bis bald wieder,

Ihre Ingrid Löbner

2 Comments

  • Reply

    Jana

    2. September 2017

    Hallo,

    ein wirklich schöner Beitrag. Da ich seit 2 Jahren alleinerziehend bin, fallen die Urlaube nun kleiner aus. In diesem Sommer waren wir zum Beispiel eine Woche im http://www.hotel-erb.de/ in München. Dort waren wir in der Natur, haben Sehenswürdigkeiten angesehen und im Freizeitpark. Obwohl der Urlaub kleiner als früher war, war es wirklich schön. Wichtig ist, dass man die gemeinsame Zeit nutzt.

    Grüße

    • Reply

      Ingrid Löbner

      7. November 2017

      Herzlichen Dank, das freut mich sehr! Und wie Sie schon schreiben, für Kinder- und Familienglück braucht es keine teuren Urlaube oder große Extras … gemeinsame Zeit, Ruhe und verträumtes Zusammensein reicht völlig um Kinder (und Eltern 🙂 ) glücklich zu machen.
      Genießen Sie die Zeit mit Ihren Kindern! Herzlich, Ihre Ingrid Löbner

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